Vorschularbeit
In unserer KiTa Safari beginnt die Vorschularbeit mit dem Start des neuen KiTa-Jahres.
Sie findet gruppenübergreifend statt und ermöglicht es den Kindern, neue Spielpartner zu finden.
Unser Verständnis der Vorschularbeit zeichnet sich dadurch aus, dass wir sie nicht als ein zeitlich begrenztes
Ereignis betrachten, sondern als einen längerfristigen, dynamischen Prozess. Bereits die Eingewöhnung in die KiTa ist
der erste Schritt zur Vorbereitung auf die Schule. Dies stellt eine bedeutende Veränderung im Familienalltag dar.
Jedes Kind bewältigt diesen Schritt in seinem eigenen Tempo und begegnet dabei individuellen Herausforderungen und Unsicherheiten.
Es erlernt neue Alltagsstrukturen, den Umgang mit neuen Situationen, den Aufbau von Beziehungen zu neuen
Bezugspersonen und die Orientierung innerhalb eines sozialen Gefüges außerhalb der Familie.
Genauso verhält es sich mit dem Übergang von der KiTa in die Grundschule.
Dies ist ein wichtiger Entwicklungsschritt – nicht nur für die Vorschulkinder, sondern auch für ihre Eltern und die gesamte Familie.
Da wir diesen Übergang ganzheitlich betrachten, sehen wir auch die restlichen Kinder der Gruppe als Teil dieses Prozesses.
Auch sie müssen sich neu orientieren, in neue Rollen hineinfinden und erleben, wie der Prozess sie darauf vorbereitet, selbst eines
Tages Vorschulkinder zu werden.
Unsere Aufgabe als KiTa ist es, die gesamte KiTa-Zeit des Kindes als Vorbereitung auf die Schulfähigkeit zu gestalten.
Wir sprechen verschiedene Bildungsbereiche der Kinder an und initiieren gezielt Bildungsprozesse. Diese finden oft unbewusst
im Alltag der Kinder statt. Durch gezielte Impulse und angeleitete Angebote stärken und fördern wir die Kinder. Ein konstruktiver
Austausch zwischen Eltern und Fachkräften ist dabei von besonderer Bedeutung, um die Entwicklung des Kindes zu fördern
und mögliche besondere Förderbedarfe frühzeitig zu erkennen und zu handeln.
Jedes Kind hat viele Entwicklungsanforderungen zu bewältigen, um den Schuleintritt zu meistern. Dazu gehören:
Selbstgesteuerte Wahrnehmung (Was soll wahrgenommen und abgespeichert werden?)
Gezielte Bewegungsabläufe und Hand-Auge-Koordination (z.B. Stifthaltung, An- und Auskleiden, Schleifen binden, Buchstaben/Zahlen nachzeichnen)
Spracherwerb, Sprachbewusstsein und Sprachverständnis (z.B. komplexe Satzbildung, differenzierter Wortschatz, Erfassen und Erzählen von Gehörtem oder Gesehenem)
Erkenntnis von Eigenständigkeit und Besonderheit (z.B. Empathie, Organisationsfähigkeit, Selbstbewusstsein)
Regelverständnis und soziale Umgangsformen (z.B. Einhaltung von Regeln, Frustrationstoleranz)
Logisches Denken, Schlussfolgern und Konzentration (z.B. Wissen aneignen, Interesse an Sachthemen)
Räumliche und zeitliche Orientierung
Mengen- und Zahlenverständnis
Wichtig ist hierbei zu berücksichtigen, dass jedes Kind seine eigenen Stärken und Schwächen hat.
Jedes Kind bewältigt diese Aufgaben in seinem eigenen Tempo und gemäß seinen individuellen Fähigkeiten.
Wir betrachten jedes Kind als besonders und einzigartig – vor allem aber als „gut so, wie es ist“.
Unsere Schwerpunkte in der Vorschularbeit:
Jedes Kind wird individuell gefördert – entsprechend seinen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen.
Ein speziell eingerichteter Vorschulraum steht den Kindern zur Verfügung. Dort finden wöchentliche Treffen und individuelle Förderangebote statt. Zudem können die Vorschulkinder diesen Raum für das Freispiel nutzen.
Wir fördern die natürliche Motivation der Kinder, sich bewusst auf den Schuleintritt vorzubereiten. Als Vorschulkinder übernehmen sie neue Rechte und Pflichten, wie beispielsweise das selbstständige Spielen zu zweit im Vorschulraum und das eigenverantwortliche Verwalten ihrer persönlichen Sachen.
Regelmäßige Treffen helfen den Kindern, sich spielerisch, aber auch mit wachsendem Anspruch, mit ihrer neuen Rolle und den bevorstehenden Veränderungen auseinanderzusetzen. Lebenspraktische Aufgaben stehen hierbei im Vordergrund; Arbeitsblätter haben bei uns keine Priorität.
Die Vorschulkinder werden darin gestärkt, sich als Gruppe zu identifizieren, sich in ihr zurechtzufinden und ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Besonderen Wert legen wir darauf, dass jedes Kind akzeptiert wird und dazu gehört.
Förderung findet alltagsintegriert und im täglichen Gruppengeschehen statt.
Auch die Elternarbeit gehört zu unseren Schwerpunkten. Ein offener und vertrauensvoller Austausch ist uns besonders wichtig. Hier können Fragen, Sorgen und Unsicherheiten besprochen werden, um den Übergang in die Schule zu erleichtern. Ein konstruktiver Dialog über Wünsche, Erwartungen und Anregungen ist für uns dabei von großer Bedeutung.


